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Liebe Leserinnen und Leser,

Herzlich Willkommen beim gemeinsamen Newsletter von DIE VERTRIEBSAGENTUR und bizkom.
Inzwischen ist es schon Tradition, dass wir gemeinsam ein Thema betrachten.
Derzeit beschäftigt uns das neue Datenschutzgesetz (DSGVO) und beansprucht sehr viel
Zeit in der Umsetzung. Grundsätzlich gibt es das Gesetz schon länger, jedoch muss die Umsetzung
bis zum 25. Mai 2018 erfolgen.
D.h. theoretisch hätte man vor einem Jahr anfangen können.
Wie oft im Leben gab es diverse Hindernisse dafür: erst nicht gewusst, dann nicht als dringend eingeordnet,
dann gehört, dass sowieso noch nicht alle Punkte abschließend geregelt sind, also noch weniger dringend…
Jedoch Termin, angedrohte Strafen lassen uns Endspurt einlegen.


Wer ab diesem Zeitraum seine Datenschutzrichtlinien nicht entsprechend überarbeitet hat,
läuft Gefahr, abgemahnt zu werden. Vor allem Betreiber von Webseiten sollten hier besonders vorsichtig sein.
Es ist zu erwarten, dass verschiedene, abmahnbefähigte Institutionen schon in den Startlöchern stehen,
um Webseiten auf Verstöße zu prüfen und bei Treffern kostenpflichtig abzumahnen.

Natürlich können wir in einem Newsletter gar nicht komplett auf ein derart komplexes Thema
und dessen Umsetzung eingehen, zumal der Anwendungsfall von Firma zu Firma verschieden sein kann.
Aber wir haben Ihnen unverbindlich einige interessante Informationen zusammengetragen,
mit denen Sie einen guten Schritt weiterkommen.

Viel Spaß beim Lesen wünschen
Marlies Hedlund und Markus Erdmann





DSGVO im E-Mail-Marketing

 
Fragen zum Double-Opt-in nach DSGVO
Müssen alle aktuellen Empfänger erneut nach einer Einwilligung gefragt werden? Wenn Sie von Ihren alten Kontakten eine Aufzeichnung der Zustimmung zum Newsletter haben (Double-Opt-in oder Einwilligung) , die es Ihnen erlaubt Newsletter an den einzelnen Empfänger zu versenden, ist es nicht notwendig, dass Sie eine neue und ausdrückliche Erlaubnis von Ihren alten Kontakten einfordern. Andernfalls schon.

Wie gehe ich vor, wenn ich Empfänger ohne Einwilligung in meinem Verteiler habe?
Ohne Einwilligung dürfen Sie Ihre Empfänger nicht weiter mit Newslettern versorgen. Sie sind bei der Verwendung personenbezogener Daten verpflichtet eine neue und ausdrückliche Einwilligung einzuholen.


Wem darf ich E-Mails ohne Einwilligung senden?
Bei der Verwendung von personenbezogenen Daten im Newsletter-Versand ist stets eine datenschutzrechtliche Einwilligung notwendig. Die Ausnahmevorschrift des § 7 UWG betrifft kein Datenschutzrecht, weshalb die datenschutzrechtlichen Vorgaben auch hier zu beachten sind. Das Datenschutzrecht ist unabhängig von dem Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb wirksam. Soweit eine Versendung nach dem UWG gewährt wird, müssen Sie sich zusätzlich an den datenschutzrechtlichen Vorgaben orientieren.


Behält § 7 Absatz 3 UWG weiterhin Gültigkeit?
§ 7 UWG ist ohne Beachtung des Datenschutzrechts alleinig zu beachten, wenn Sie bei der Versendung von Newslettern keine personenbezogenen Daten verwenden (Bsp. Info@-Adressen). Sobald bei der Versendung personenbezogene Daten betroffen sind, müssen Sie zusätzlich die datenschutzrechtlichen Vorgaben beachten.



Fragen zum Anmeldeformular nach DSGVO




Was kommuniziere ich über das Anmeldeformular?

Im Anmeldeformular müssen Sie über den Verwendungszweck für die Verarbeitung der personenbezogenen Daten aufklären. Kurz, wofür meldet sich Ihr Empfänger genau an. Wir empfehlen den Zweck umfassend und konkret zu formulieren und z.B. neben Angeboten auch Informationen zum Unternehmen mit aufzunehmen. Empfehlenswert ist es den Zweck zusätzlich in dem DOI-Mailing mit aufzunehmen.

Was kommuniziere ich über die Datenschutzerklärung?
In der Datenschutzerklärung weisen Sie auf Ihren Drittanbieter, dem Anbieter Ihrer E-Mail-Marketing-Software hin. Verschiedene Newsletter-Anbieter haben hierzu schon entsprechende Mustertexte vorbereitet, den Sie in Ihrer Datenschutzerklärung eins zu eins übernehmen können.


Wie verfasse ich ein DSGVO-konformes Anmeldeformular?
Ihr Anmeldeformular sollte neben dem eindeutigen Zweck zwei essentielle Aussagen enthalten: Der Newsletter kann jederzeit abbestellt werden und der Empfänger akzeptiert Ihre Datenschutzerklärung. Geben Sie hier auch den Link zu Ihrer Datenschutzerklärung an.


Welche Daten darf ich im Anmeldeformular abfragen?
Ihr Anmeldeformular darf nur die E-Mail-Adresse in Form eines Pflichtfeldes abfragen, da dies die einzige notwendige Information für den Versand von Newslettern darstellt. Alle weiteren Daten wie Name, gewünschte Sprache, Themen, Geschlecht etc. dürfen zusätzlich abgefragt werden, allerdings nicht über Pflichtfelder. Ein Hinweis zur Freiwilligkeit dieser Angaben sollte im Anmeldeformular erfolgen.


Dürfen Kunden weiterhin mit Gutscheinen oder Aktionen zum Opt-in motiviert werden?
Sie können weiterhin für eine Anmeldung zu Ihrem Newsletter mit Gutscheinen oder Sonderangeboten werben.


Kann ich weiterhin den Download von Freebies mit einer Newsletter-Anmeldung kombinieren?
Wenn Sie Freebies wie E-Books, Whitepaper, Checklisten, etc. anbieten und diese mit einer Newsletter-Anmeldung kombinieren wollen, müssen Sie Ihre Interessenten genau über dieses Tauschgeschäft aufklären. Es darf nicht als "kostenlos" bezeichnet werden, da der Interessent mit seinen Daten zahlt. Außerdem muss klar hervorgehen, dass der Interessent sich für Ihren Newsletter anmeldet.




Fragen zur Auftragsverarbeitung und zum Verfahrensverzeichnis



Was geschieht mit dem alten Vertrag zur Auftragsdatenverarbeitung nach §11 BDSG?
Der Vertrag zur Auftragsdatenverarbeitung nach §11 BDSG verliert am 25. Mai 2018 seine Gültigkeit. Es ist zwingend notwendig, dass Sie einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28 EU-DSGVO abschließen.


An wen und wie muss ich das öffentliche Verfahrensverzeichnis herausgeben?
Das öffentliche Verfahrensverzeichnis müssen Sie an jede natürliche Person rausgeben, die danach fragt und von der Datenverarbeitung betroffen ist.


Wann muss ich das öffentliche Verfahrensverzeichnis herausgeben?
Die Herausgabe hat unverzüglich in einem angemessenen Zeitraum zu erfolgen.




Weitere Infos zur DSGVO
Der Internet-Provider Host Europe hat in seinem Blog umfassende Informationen zusammengetragen, die besonders für Webseitenbetreiber wertvolle Tipps und
konkrete Hilfen enthält: 
https://blog.hosteurope.de/blog/dsgvo-darauf-sollten-sie-achten/?utm_source=Sign-Up.to&utm_medium=email&utm_campaign=38499-254328-Blognewsletter_2018_03_HEKf







Fundstück(e) des Monats
In unserem Fundstück des Monats haben wir dieses Mal eine Handreichung des Landes Bayern, bei der es darum geht, wie mit der EU-Datenschutzverordnung zu verfahren ist. www.lda.bayern.de/de/kleine-unternehmen.html

Eine weitere, sehr informative Quelle zum Thema DSGVO bietet das Manager Magazin. Unter Punkt 6 finden sich konkrete Hinweise für Webseitenbetreiber mit nützlichen Links zu Musterdokumenten und einem Datenschutz-Richtlinien-Generator, der für private Nutzer und Kleinunternehmen sogar kostenlos ist.




Die in diesem Newsletter zusammengetragenen Informationen und Hinweise stellen in keinem Fall irgendeine Art von Rechtsberatung dar und dienen der grundsätzlichen Information zum Thema DSGVO.












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Marlies Hedlund
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